summit 2020

Ausstrahlung macht erfolgreich

Gastbeitrag von Karin Seven.

— mehr Sichtbarkeit für Deinen starken Auftritt —

Als Trainerin, Coach und Rednerin stehst Du stets im Rampenlicht. Die Augen und Ohren Deines Gegenübers sind aufmerksam auf Dich gerichtet, ob im one on one, vor großer Seminargruppe oder im Vortrag. Deine Inhalte und Produkte werden durch Dich transportiert, präsentiert und auch verkauft.

Mit Deinem Herzens-Thema bist Du Expertin auf Deinem Gebiet. Alleine das schon gibt Dir Kraft und Licht.

Und jetzt das Sahnehäubchen, Du möchtest Deine Ausstrahlung und Sichtbarkeit steigern, Deine Überzeugungskraft fokussieren und Deine Angst in der Öffentlichkeit zu agieren, überwinden.

Als Schauspielerin weiß ich um die Gesetzmäßigkeiten der Bühne und wie Du Dich mit Deinem Instrument professionell einstimmst und vorbereitest. Wie Du in Deinem eigenen Licht erstrahlst, die Magie der Energie entdeckst, mit der es Dir gelingt authentisch, souverän und empathisch mit Menschen zu interagieren. Auch konstruktiv mit Lampenfieber und Störungen umzugehen wirst Du erfahren.

Körpersprache, Atem- und Sprechtechnik sind ein verlässliches Tool und geben Sicherheit. Aber Achtung die Technik sollte nicht sichtbar werden. Nur Du und Dein Thema. Im Moment wo man Technik sieht, wirkt der Auftritt gekünstelt, unecht, manieriert.

Jede Technik muss so stark inkorporiert sein, dass man sie nicht wahrnimmt. Und das ist die Kunst, sprich die Arbeit. Das Ziel ist, authentisch zu sein und den wahren Gedanken auszudrücken. Es geht immer um den Sinn, um die Message, die im oder hinter dem Text steckt.

Und es geht um Deine Haltung dazu, denn Du sprichst und nicht Frau Müller. Du bist Dein eigener Botschafter. Den es jedoch nicht zu verwechseln gilt mit Deinem Ego. Dient der Auftritt zu Selbstzweck oder Eitelkeits-Show wird sich auch das schnell transportieren.

Unser Ausdruck folgt naturgemäß Sinn, Begeisterung und Leidenschaft.

Der Einsatz von paraverbalen Sprechausdrucksmitteln sollte im Einklang mit emotionaler und authentischer Gestaltung stehen. Folgende Ausdruckstools sind Dir vielleicht schon bekannt. Sie sind  Möglichkeiten, Deinen Text lebendig zu machen, funktionieren aber nur, wenn der Sinn klar erarbeitet ist.

1 Betonungen   
2 Pause
3 Sprechtempo und Rhythmus
4  Klangfarbe
5 Artikulation
6 Lautstärke, Sprechvolumen
7 Sprechtonlage

Betonungen, die nicht zur gleichen Zeit gedacht bzw. gefühlt sind, wirken hohl und artifiziell wie schlechtes Theater. Im lebendigen, erlebten Sprechen verwendest Du die paraverbalen Ausdrucksmittel unbewusst, deshalb funktioniert Storytelling so gut. Die SprecherIn ist angebunden an ihre Geschickte, authentisch und selbst bewegt und das bewegt das Gegenüber.

Emotionales Sprechen birgt enormes Potenzial.

Der ehrliche Zugang zu den eigenen Gefühlen ermöglicht eine authentische, lebendige, vielfältige und eindrucksstarke Sprechleistung auf einzigartige Weise. Außerdem sind Emotionen ein wunderbarer Katalysator um das, was Du sagst zu Besonderem zu machen. Emotionen sind Ausdruck Deiner Kraft und Energie: Wer sie gezielt einsetzen kann, kann mehr bewirken als bloße Informationsweitergabe – emotionales Sprechen bewegt, verzaubert.

Eine kraftvolle, leuchtende Präsenz und Erscheinung entsteht durch Selbstausdruck, Authentizität und Ausstrahlung. Menschen, die öffentlich sprechen und auftreten und ihre berufliche Erfolgskurve nach oben bringen wollen, wissen: Präsenz ist unabdingbar. Was dafür entscheidend ist, ist ein Mehr an Energie und Sendebewusstsein. Du kannst das in 10 Schritten steigern:

   1       Intensiviere Deine sinnliche Wahrnehmung, öffne Deine Sinneskanäle, stelle Deine Antennen auf Empfang. Frage Dich: Was genau nehme ich wahr? Was sehe ich alles? Achte auch auf Details, z.B. welche Geräusche, Töne sind hörbar, hat diese Umgebung einen Geruch, was nehme ich auf meiner Haut wahr?

    2      Sensibilisiere Deinen Selbstsinn: Wie fühle ich mich hier und jetzt? Was passiert im Körper? Herzfrequenz, Nervosität, welche Gefühle sind präsent, stehe ich stabil, fühle ich mich wach, ausgeschlafen, gesund, konzentriert? Was sind die eigenen Widerstände? Eigene Wahrnehmung und Bewusstheit lassen sich hierdurch steigern. Abschließend frage Dich: Bin ich bereit und offen für diesen Moment und die kommende Aufgabe? Und was gilt es zu optimieren?

    3      Frage Dich: WARUM? Warum genau will ich sprechen, hier auftreten, diese Arbeit machen. Was hat das mit mir, meinen Visionen, Bedürfnissen und Wünschen zu tun?

    4      Habe ich ein brennendes Mitteilungsbedürfnis? Überprüfe, ob es Dir wirklich wichtig ist, das zu tun was Du gerade tust. Ist Deine Begeisterung wirklich entfacht oder quälst Du Dich nur ab, und statt mit einem ich will, bist Du mit einem ich muss unterwegs? In diesem Fall brennst Du maximal auf halber Flamme und Deine Ausstrahlung hat gleichfalls nur geringe Reichweite. Übrig bleibt ein schummriges fahles Licht. Wahrscheinlich wirst Du zwar wahrgenommen, aber Du bleibst nicht in Erinnerung. Der hinterlassene Eindruck erlischt schon, bevor Du fertig bist.

    5      Präsenz erfordert Bewusstheit, Offenheit und Mitteilungsfreude. Sie speist sich aus Deiner Begeisterung, Deiner Liebe zu Dir selbst, Deiner Liebe zum Thema und den Menschen, für die Du sprichst. Diese Verbindung aktiviert Dein ganzes Potenzial.

    6      In Verbindung mit der eigenen Mitte, Deinem Zentrum und dem Mitteilungswillen entsteht Transparenz. Diese ist die Voraussetzung für Ausstrahlung und Charisma. Transparenz bedeutet hier: Durchlässigkeit Deines Körpers, wohlgespannter Muskeltonus, nur dieser ist produktiv für Deine Ausdruckskanäle, wie Artikulationsapparat und Körpersprache. Atme in Deine Mitte, ruhig und tief. In dieser Konzentration beginne, con Centra, und komm immer wieder zu ihr zurück.

    7      Auch Mentale und Spirituelle Öffnung hilft, denn das was Du denkst und glaubst wird. Deine geistige und spirituelle Haltung zu „Mehr und Darüberhinaus“, zum Universellen gibt Dir Reichweite. Öffne Dich in die Kraftfelder, die über Dich hinausgehen. Auch diese können Deine Kraft- und Energiequellen sein.

    8      Denke an den Spruch von Virginia Satir: „Ein Sprung in der Schüssel lässt das Licht hinein.“ Sichtbar wirst Du nicht nur durch Dein eigenes Licht sondern auch durch die Vorstellung, dass Du angestrahlt wirst. Auch in der Natur wird Energie freigesetzt durch Energie. Energie von Außen, Licht und Wärmeenergie, lassen im Frühling alle Knospen und Blüten sprießen.

    9      Verbinde Dich sinnlich, weich, und emphatisch mit Deinem Umfeld und den Menschen, mit denen Du bist.

    10    In Deiner Begeisterung entsteht Selbstgenuss, Leichtigkeit, Spaß und womöglich Humor. Genieße das alles. Sei dabei stets wachsam für die Bedürfnisse deines Gegenübers, denke daran: Präsenz und Sichtbarkeit sind keine Show der Eitelkeiten.


Am 21.03.2020 beim W.I.N Innovation Summit wird Karin Seven einen Impuls-Vortrag halten. Informationen zu diesem und den weiteren Referentinnen findest du hier.
Buche jetzt dein Ticket, damit auch du dabei bist!


Beitragsbild: Athur Hassa
Foto: Janine Guldener

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.